Gesund und schlank – was tun gegen Heißhungerattacken?
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Gesund und schlank – was tun gegen Heißhungerattacken?

Das starke Verlangen nach etwas Essbarem, meist etwas Ungesundem, hat viele Namen: Jieper, Heißhunger, Schmacht, Gelüste, Fress-Flash. Meist handelt es sich nur um eine Emotion oder eine Affekthandlung und selten um wirklichen Hunger. Christian Weiten ist Ernährungsexperte und stellt die unterschiedlichen Ursachen für Heißhunger vor und hilft Geplagten, auch in den größten Stresssituationen, nicht zur Tafel Schokolade zu greifen.

Ursachen – Stoffwechsel, Stress und Schlaf

Schuld an den sogenannten Heißhungerattacken ist meist der Zuckergehalt im Blut. Sobald

der Blutzuckerspiegel sinkt, muss Energie nachgeliefert werden. Das führt zu Hunger. Dieser

kann besonders schnell mit kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln gestillt werden. Kohlenhydrate bestehen aus Zuckerverbindungen, die im Verdauungsprozess in Glukose aufgespalten werden. Die Körperzellen gewinnen dann durch das mit Glukose angereicherte Blut Energie. Dieser Schub ist allerdings nur von kurzer Dauer. Stress, Dauerbelastung, falsche Essgewohnheiten, Diäten oder Schlafmangel können ebenso Schuld sein, wie die Angewohnheit, sich selbst mit Süßem zu belohnen.

  1. „Leere“ Kalorien vermeiden

Bei starken Heißhungerattacken statt zum Schokoriegel lieber zur Schokolade mit über 60

Prozent Kakaoanteil und statt zum Brötchen lieber zum Vollkornbrot greifen.

Wer unbedingt etwas Süßes essen möchte, der kann auf die gesunden Zuckeralternativen

Xylit oder Erythrit (z.B. von Xucker) zurückgreifen, die den Blutzuckerspiegel nicht

beeinflussen und kaum beziehungsweise keine Kalorien enthalten.

  1. Regelmäßig essen

Diäten oder längere Hungerphasen sorgen dafür, dass der Körper schnell unterzuckert ist und schnell mit Nährstoffen versorgt werden will. Mit regelmäßigen Mahlzeiten kann dem entgegengewirkt werden.

  1. Genug Schlafen

Ausreichend Schlaf ist wichtig für den Stoffwechsel. Der Körper versucht sich in schlafarmen Phasen die fehlende Energie durch Kalorien zuzuführen, was zu Heißhungerattacken führen kann.

  1. Zeit nehmen

Wer zwischen zwei Terminen kurz ein Sandwich verdrückt, der wird kurze Zeit später

wieder Hunger haben. Damit das Gehirn auch verarbeiten kann, dass Nahrung aufgenommen wurde, sollte sich für die Mahlzeiten Zeit genommen werden.

  1. Für Ausgeglichenheit sorgen

Stress oder Langeweile sorgen für Heißhunger. Wer gestresst ist, der verbraucht automatisch mehr und wer sich langweilt, der denkt häufiger an Essen. Für Ausgeglichenheit können autogenes Training oder bestimmte Entspannungstechniken sorgen.

  1. Eiweiß und Vollkorn

Eiweißhaltige Nahrungsmittel und langsam verdauliche Kohlenhydrate, wie zum Beispiel Vollkornbrot oder –Nudeln, lassen den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen und später wieder absinken, wodurch die gefürchteten Fressattacken verhindert werden.

  1. Zahnpflege lenkt ab

Die Lust auf Schokolade kann durch das Kauen eines zuckerfreien und Menthol enthaltenen Kaugummis oder Zähneputzen gebannt werden.

  1. Abwarten und Bewegen

Meist halten Heißhungerattacken nur einige Minuten an. Um sich abzulenken helfen kurze Spaziergänge oder Kniebeugen im Büro.

  1. Ehrgeiz wecken

Vielen hilft auch ein Wettbewerb mit Kollegen oder unter Freunden um sich zu reglementieren. Eine Challenge wie „Ein Monat zuckerfrei“ hilft auch dem Körper sich an weniger Zucker zu gewöhnen, wodurch die Lust auf Süßes automatisch sinkt.

  1. Viel trinken

Bei akutem Verlangen nach Süßem hilft ein Glas Wasser oder Tee mit Ingwer und Zimt. Diese Gewürze regeln den Blutzucker und steigern gleichzeitig das Sättigungsgefühl.

Geschrieben von Xucker in der Rubrik Allgemein