Aber bitte mit Schokolade… ohne Zucker!

Schokolade – vom Kakaogott zum „Klick“ im Kopf

Schokolade ist anbetungswürdig, keine Frage. Doch während Kakao als „Superfood“ gilt, macht der Zucker der klassischen Tafel Schokolade in Sachen Gesundheit einen Strich durch die Rechnung? Muss das denn sein, fragen Sie? Nö, sagen wir.

Für die Maya war Schokolade ein Teil ihrer Religion. Sie ehrten den Patron der Kakaopflanze, den Gott Ek Chuah, und feierten ihn mit kakaohaltigen Getränken in ihren Ritualen. 

Auf die Idee, ihrem gesundheitsfördenden Gebräu Zucker hinzuzufügen wären die Maya wahrscheinlich im Leben nicht gekommen. Das wäre doch Blasphemie, irgendwie. Denn Schokolade mit Zucker, das ist wie Gurken im Gin: schmeckt zwar gut und knallt, gesund geht aber anders. 

Dabei ist Schokolade von Hause aus definitiv ein Superfood: sie ist so gesund, dass sie bis ins 19. Jahrhundert sogar in Apotheken verkauft wurde. 

Kakao soll Studien zufolge den Blutdruck regulieren und enthält Polyphenole und Flavanoide, die freien Radikalen im Körper den Garaus machen. Sie könnten damit das Risiko an Krebs oder Arthritis zu erkranken senken. Flavanoide können überdies entzündungshemmend wirken. Und last but not least, ist Schokolade auch gut fürs Seelenheil: Verantwortlich dafür sind der Pflanzenstoff Theobromin und eine Vorstufe des „Glückshormons“ Serotonin, das sogenannte Tryptophan, das im Kakao enthalten ist. Wobei die Wissenschaft hier einige Einschränkungen machen muss – viel zu gering seien die Mengen dieser „Glücklichmacher“ in Schokolade, sagt sie. Der „Glücks-Effekt“ im Kopf entstehe durch die Verknüpfung mit angenehmen Momenten, die wir im Zusammenhang mit Schokolade erlebten. Jedes Mal, wenn wir in die süße Tafel beißen, sagen die Experten, macht es „Klick“ im Kopf: das Belohnungssystem wird aktiviert, Glückshormone ausgeschüttet.

Wenn da nur die Sache mit dem Zucker nicht wäre: wem sein Körper heilig ist, an dem nagt bei jedem Bissen in die Schokolade das schlechte Gewissen. Zu recht, denn eine 100-Gramm-Tafel Milchschokolade enthält, bitte festhalten, rund 22 Zuckerwürfel! Beim durchschnittlichen Schokoladenverzehr in Deutschland von mehr als 9 Kilo pro Jahr fällt das ganz schön ins Gewicht. Buchstäblich.

Damit relativiert der enthaltene Zucker in Schokolade also meistens die positiven Eigenschaften des Kakaos. Wer jetzt vom Glauben abfällt und lieber mit Heißhunger auf Schokolade auf dem Sofa darbt, als dem Verlangen nachzugeben, der sei beruhigt. Auf den Naschkater, die Reue nach dem Essen von Süßigkeiten, haben wir aber auch keine Lust. Stress ist schließlich ungesund! Unseren Xucker Schokoladen setzen wir keinen zusätzlichen Zucker zu – ohne dabei auf süßen Geschmack zu verzichten! Der Kakaogott Ek Chuah wäre sicher stolz auf uns gewesen.

Wem das nicht schokoladig genug ist, empfehlen wir außerdem dieses köstliche Schokokuchen-Rezept, das wir statt mit Mehl, mit saftigen Nüssen und ganz viel zuckerarmer Schokolade backen.

LowCarb Schokokuchen ohne Mehl

Nährwerte pro Portion (bei 8 Stücken): 278 kcal // Eiweiß: 7,3 g // Fett: 22 g // anzurechnende Kohlenhydrate: 7,4 g // Zucker: 0,9 g // Ballaststoffe: 2,5 g

Zutaten für eine 20 cm Springform

(*100 g Xucker mit dem Mark einer Vanilleschote aromatisieren.)

Zubereitung

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Schoko Drops und die Butter gemeinsam über einem Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen. Anschließend die Eier mit den beiden Xuckern, dem Vanillexucker und dem Salz schaumig schlagen. Die geschmolzene Schokolade unterrühren und die trockenen Zutaten dazu geben. Alles zu einem geschmeidigen Teig rühren.

Die Springform einfetten und mit Backkakao bestäuben, den Teig in die Form geben und den Kuchen für 35-40 Minuten backen. Stäbchenprobe nicht vergessen und bei Bedarf etwas länger backen. Gut auskühlen lassen und mit Heißer Schokolade bestreuen.

Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit.

Geschrieben von Xucker in der Rubrik Allgemein