Zu Gast bei Radio Teddy
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Zu Gast bei Radio Teddy: Tipps zur Gewichtsreduktion für Groß und Klein

Zu Beginn des Jahres 2016 besuchte Xucker-Gründer Christian D. Weiten das „Radio Teddy“-Studio und verriet im Interview mit Moderatorin Nathalie Gerlach seine besten Tipps zum Thema Abnehmen für Eltern und Kinder. In diesem Artikel werden die vier wichtigsten Fragen aus der Sendung noch einmal beantwortet.

 

Die Feiertage sind vorbei und jedes Jahr ist es dasselbe: Diäten versprechen nur einen kurzen Erfolg. Wie geht es besser?

Diäten beeinflussen unser Gewicht meist nicht nachhaltig, weil der Ernährungsstil nur für eine kurze Zeit verändert wird, bevor sich der alte Lebensstil das gewohnte Gewicht wieder zurück erobert. Daher ist eine dauerhafte Änderung der Ernährungsgewohnheiten weitaus sinnvoller! „Ganz wichtig ist die Reduktion der Zuckermenge und der Umstieg auf Lebensmittel, die langsam verdaut werden, also Vollkornprodukte. Mit Zucker gesüßte Getränke sollten die absolute Ausnahme sein“ so Christian D. Weiten.

 

Wie können wir uns dazu motivieren eine Ernährungsumstellung durchzuhalten?

Es ist oft ein großer Fehler, wenn sich persönliche Ziele auf ein bestimmtes Wunschgewicht beziehen, das in einer bestimmten Zeit erreicht werden soll. Der Druck lastet dadurch stark auf den Schultern und kann Erfolge sogar mindern, weil die Frustration steigt. Christian D. Weiten rät: „Denken Sie nicht an ein Traumgewicht, sondern an eine Traumernährung, dann ist das Abnehmen viel entspannter.“ Ziele sollten daher auf eine gesunde Ernährung abzielen, bei der sich kleine Challenges gesetzt werden können: „Zum Beispiel, nur noch Vollkornbrot zu essen. Oder ungesüßtes Müsli. Nur noch 20 g Süßigkeiten am Tag. Nur Wasser und Tee, der immerhin mit natürlichen Süßungsmitteln wie Erythrit, also Xucker light, gesüßt werden kann.“ schlägt der Xucker-Gründer vor. Bei kleinen Rückfällen ist das Projekt auch nicht zum Scheitern verurteilt. Veränderungen beginnen immer mit kleinen Schritten, die sich nach und nach in unseren Gewohnheiten manifestieren. Mit der Zeit werden es immer mehr Verhaltensmuster sein, die wir positiv verändern können.

 

Wenn mein Kind ein zu hohes Gewicht hat, wie sollen wir damit umgehen?

Wenn von einem Mediziner festgestellt wurde, dass ein Kind ein zu hohes Körpergewicht für sein Alter hat, dann ist es von enormer Wichtigkeit, dass dem Kleinen keine Vorwürfe gemacht werden. Sicher kann ein Übergewicht auch körperlich bedingte Ursachen haben, jedoch ist ein erhöhtes Körpergewicht in der Regel im Ernährungsverhalten der Eltern begründet, die es nicht korrekt vorleben oder ein Überangebot an energiereichen Lebensmitteln zur Verfügung stellen. Deshalb ist es sinnvoll zusammen mit dem Kind an einer Lösung zu arbeiten. Gegen das Kind wird es nicht funktionieren. „Sagen Sie: Wir haben zusammen Fehler gemacht und nun bringen wir das zusammen wieder in Ordnung. Möchtest du das auch? Nehmen Sie Ihr Kind und seine Bedürfnisse ernst“ empfiehlt Christian D. Weiten. Oftmals können sich Kinder für eine gesunde Ernährung begeistern, wenn sie aktiv in den Einkauf- und Zubereitungsprozess eingebunden werden. Speisen, die von Kinderhänden selbst zubereitet wurden, schmecken den Kleinen oft besonders gut. Wird neben einer Umstellung auf eine gesunde Ernährung auch das Bewegungsverhalten des Kindes verbessert, dann ist es in den meisten Fällen auch nicht notwendig, dass ein Kind sein Gewicht reduziert. Viel wichtiger ist im Kindesalter, dass das Gewicht gehalten wird. Das normale Wachstum eines Kindes kann mit der Zeit zu einem Normalgewicht führen. Diese längerfristige Vorgehensweise ist deutlich gesünder.

 

Wieso essen wir denn überhaupt zu viel bzw. zu kalorienreich?

Der Konsum von Nahrung, die den Blutzuckerspiegel sehr schnell erhöht, führt zu einer hohen Insulinausschüttungen, die wiederum eine Fetteinlagerung begünstigt. Hunger kann nicht lange gestillt werden, weil eine starke Insulinausschüttung den Blutzuckerspiegel wieder derart absenkt, dass es zu einer leichten Unterzuckerung samt Hungergefühl kommt. All das endet in einem Teufelskreislauf, in dem wir mehr kohlenhydratreiche Kost wie Weißmehl, Süßigkeiten oder salzig-süße Fertig- und Fast Food Produkte essen, die zu einer Fetteinlagerung führen und nicht satt machen. Als abschließende Empfehlung gibt Christian D. Weiten deshalb folgende Tipps: „Keine Fertignahrung kaufen, sondern selber kochen. Bewusst langsam ballaststoffreiche Kost essen und nicht das billigste in großen Mengen, sondern das Beste in kleinen Mengen kaufen. Nicht unterwegs, sondern nur zu Hause am Esstisch zu essen, ohne dass nebenbei der Fernseher läuft. Ich könnte das noch beliebig weiter ausschmücken. Ich denke, jeder versteht, worum es geht.“

Geschrieben von Xucker in der Rubrik Allgemein