Zuckerfallen aufgedeckt

Zuckerfallen aufgedeckt! – Teil 1

Zuckerfalle 1 – Fruchtzucker im Trockenobst

Ob mit Zucker gesüßt oder nicht, Trockenobst ist eine wahre Fruchtzuckerbombe. Essen wir normalerweise 200 Gramm frische Mango, so nehmen wir ca. 9 Würfelzucker zu uns. Vernaschen wir über ein paar Tage hinweg hingegen eine 200 Gramm-Tüte getrocknete Mango, dann werden dem Körper über die dreifache Menge Zucker zugeführt: 30 Würfelzucker verstecken sich damit in einer einzelnen Tüte. Das gleiche gilt auch für anderes Trockenobst wie Äpfel, Aprikosen, Cranberries oder Datteln. Der Grund warum die Trockenfrüchte weitaus mehr Zucker enthalten ist schnell gefunden: Wird Obst getrocknet, verliert es einen großen Wasseranteil und wird leichter, der Zuckergehalt konzentriert sich dadurch.

Zuckerfalle3-Trockenobst_Tüten

Doch wo liegt das Problem? Ist Obst nicht gesund? Ja, Obst ist gesund. Fruchtzucker im Übermaß hingegen nicht. Essen wir wie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen, täglich maximal 2 Hände voll Obst, dann nehmen wir ausreichend Vitamine zu uns, bei minimaler Fruchtzuckeraufnahme. So entspricht eine Handvoll Obst beispielsweise 2 Aprikosen. Wollen wir diese Portion mit Trockenobst decken, wirken 2 kleine, verschrumpelte Aprikosen recht karg und es gelangt schnell die doppelte bis dreifache Menge in unserem Müsli.

 

DieWegeVonZuckerDie nachfolgende Grafik zeigt das Problem von Fruchtzucker. Gewöhnlicher Haushaltszucker „Glucose“ und Fruchtzucker werden in der Leber unterschiedlich verstoffwechselt. Tritt Glucose nach der Absorption im Darm in die Leber ein, sorgt das Hormon Glucagon dafür, dass der Zucker weiter in die Blutbahn gelangt. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel an und die Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus. Das Insulin ermöglicht dem Blutzucker in das Zentrale Nervensystem und in die Muskulatur zu gelangen, wo es entweder in Energie umgewandelt oder als Fettreserve gespeichert wird.

Mit Fruchtzucker hingegen kann die Leber nur in sehr geringem Maß umgehen. Das heißt, dass der Fruchtzucker-Gehalt aus zwei Händen voller frischem Obst auch in der Leber für die Energiegewinnung genutzt werden kann. Erhält die Leber jedoch weitaus mehr Fruchtzucker wie aus Trockenobst, Fruchtsäften, Frucht-Smoothies usw., dann hat die Leber nicht die Möglichkeit den Zucker an die Muskeln und das Gehirn weiterzuleiten und in Depot-Fett abzuspeichern. Der Fruchtzucker wird direkt in der Leber zu Fettsäuren umgewandelt, die an Ort und Stelle abgespeichert werden. Die Fettleber, die so im Laufe der Zeit entstehen kann, ist eine Krankheitserscheinung, die normalerweise nur bei langjährigen Alkoholikern beobachtet wird. Schon seit den frühen 90er Jahren wird dieses Symptom nicht nur in Amerika, sondern zunehmend auch in Europa beobachtet.

Unser Tipp: Am besten frisches Obst essen. Fruchtsaft, Frucht-Smoothies oder Trockenobst sollten eine Ausnahme im Ernährungsplan darstellen. Wer auf sein geliebtes Trockenobst nicht verzichten möchte, kann beim Verzehr immer überlegen wie viele frische Stücken er vom selben Obst normalerweise verzehren würde und sollte vom Trockenobst dann dementsprechend nicht mehr naschen.

 

Zuckerfalle 2 – fettreduzierter Fruchtjoghurt

Hättet ihr das gewusst? In einem herkömmlichen, fettreduzierten Fruchtjoghurt (150 ml) verstecken sich ca. 9 Würfelzucker. Das ist ein Würfelzucker mehr, als die Weltgesundheitsorganisation WHO für den gesamten Tag empfiehlt.

Zuckerfalle1

Gerade in fettreduzierte Lebensmittel schleust die Ernährungsindustrie gerne Zucker ein, da ohne Fett der Geschmacksträger fehlt. Zucker hat ein paar weniger Kalorien, macht kaum satt und erhöht den Appetit auf noch mehr zuckerverseuchten Fruchtjoghurt.

Unser Tipp: Erdbeer-Joghurt selber machen! Eine Hand voll Erdbeeren mit der Gabel pürieren und mit 150 ml Natur-Joghurt vermengen. Mit 2 TL Vanille-Xucker süßen. Eine weitere Hand voll Erdbeeren in kleine Stückchen schneiden und über den selbstgemachten Fruchtjoghurt geben. Zuckerfalle entkommen!

 

Zuckerfalle 3 – Nutella

Ok, wir wissen alle, dass Nutella voller Zucker und Palmöl steckt und nur einen sehr geringen Haselnussanteil von ca. 13 Prozent aufweist. Aber 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, … 82 Würfelzucker in einem kleinen Glas Nutella?! Das hätten selbst wir nicht erwartet!

Zuckerfalle2-Nutella

 

Zum Vergleich: Unsere nunux und nunux free haben bezogen auf die selbe Menge nicht einmal 5 Würfelzucker. Diese sind aber nicht zugesetzt, sondern stammen aus den 33 Prozent Haselnüssen. Unsere nunux ist deshalb nicht kalorienärmer, aber weitaus nährstoffreicher. Die vielen ungesättigten Fettsäuren machen nicht nur satt, sondern können auch den Appetit auf noch mehr Essen verhindern.

Hier findet ihr unsere xuckersüße Alternative: https://www.xucker.de/lebensmittel/erythrit-nuss-nougat-creme/a-9919/

 

Kennt ihr weitere, fiese Zuckerfallen, die wir aufdecken sollen?

Schickt sie uns unter dem Betreff „Zuckerfallen aufgedeckt“ gerne per Mail an info@xucker.de!

Alles Liebe

Dein Xucker-Team

 

 

Geschrieben von Xucker in der Rubrik Allgemein